März 08

Kommentare zu diesem Blog

28.03.08

Bei uns ist jetzt jeden Tag Ritteressen. Das sind doch diese Veranstaltungen, wo Mann all das tun darf, was ihm schon seine Mama abgewöhnt hat. Man lümmelt mal in eher liegender Haltung am Tisch, mal liegen wenigstens die Füsse auf dem Tisch. Man isst mit den Händen und was einem nicht schmeckt wirft man lässig über die Schulter nach hinten. So stelle ich mir jedenfalls Ritteressen vor und so geht es bei uns jeden Tag zu - und Mama Isa versucht Karlchen all das abzugewöhnen, womit ein anscheinend endloser Kreislauf in eine weitere Runde geht.

26.03.08

Gemeinhin meint man ja, dass die Kinder mit fortschreitendem Alter aktiver werden. Bei Karlchen ist das anders. War er bis vor Kurzem noch ein sehr aktiver Schieber (siehe 04.03.08), so wird er jetzt immer passiver. Seit er stolzer Besitzer eines roten Rutschautos ist (Ihr wisst schon DAS rote Rutschauto), sitzt er immer öfter auf selbigem Gefährt und lässt schieben - die Füsse lässig auf die Kotflügel gelegt. Wahlweise Mama oder Papa dürfen wahlweise in sehr gebuckelter Haltung oder auf allen Vieren schieben. Und was haben Papa und Mama davon? - Wahlweise Kreuzschmerzen oder durchgewetzte Hosen und Hornhaut an den Knien.

24.03.08

Der liebe Osterhase hat uns inzwischen wieder wesentliche neue Erkenntnisse bescheert.

Die Erkenntnis bezieht sich dabei auf den - freilich höchst subjektiven - deutlich unterschiedlichen Nervfaktor von Kindermusik. Da gibt es beispielsweise das Apfelhaus von Nena. Ja, richtig gelesen! Die Nena mit den 99 Luftbalons. Genau das ist wahrscheinlich auch ihr Vorteil. Ihre Stimme hat für alle, die sich noch an "Leuchtturm" erinnern können, einen gewissen Wiedererkennungswert. Und genau das macht auch die siebenundzwanzigste Wiederholung von "Alle meine Entchen" noch erträglich.




Andere Größen der Kindermusikbranche können dergleichen Vorteile nicht für sich verbuchen. Wenn dann die musikalische Grundausrichtung der Kinderbeschallung auch noch Richtung volkstümliche Musik geht, dann steigt Papas Blutdruck schon bei der zweiten oder spätestens dritten Wiederholung von "Hippelbippel" oder so ähnlich.



10.03.08

Eine Schreckensmeldung jagt die andere. Jetzt entwickelt sich Karlchen zum Menschenfresser. Da sitze ich schön entspannt auf dem Sofa. Karlchen schiebt eifrig Stühle oder andere Sachen durch´s Wohnzimmer - krabbelt hin und krabbelt her. Alles ist in bester Ordnung. Karlchen kommt zu Papa gekrabbelt, zieht sich an meinem linken Bein hoch, lacht mich an und -  "AAAARRRRRGGGHHH!!!!!" - schlägt seine Zähne in meinen Oberschenkel. Da sich bei ihm ja eine gewaltige Kraft auf gerade viereinhalb Beisserchen verteilt, ist die Kraft seines Gebisses mit der eines Alligatorgebisses vergleichbar.

04.03.08

Unser Sohn ist also ein Schieber. Er schiebt da so verschiedene Sachen, aber schon viel, nicht nur ein Stück am Tag. Er verschiebt Stühle - quer durch´s Wohnzimmer, sein Activitycenter. Richtig schwierig wird es beim Rollen des grossen Gummiballs, so einer auf dem Papa und Mama hin und wieder sitzen. Der ist halt besonders kippelig. Karlchen sieht mit dem Ball aus wie so ein kleiner Käfer, der seine Mistkugel durch die Gegend rollt.

02.03.08

Wo kann man eigentlich diese Kettenhandschuhe kaufen, die die Metzger tragen, um sich beim Ausbeinen vor ihren scharfen Messern zu schützen? Ich könnte sowas auch gut brauchen. Karlchen isst ja inzwischen abends immer mit uns am Tisch, am liebsten Butterbrot oder Brot mit Streichkäse. Natürlich bekommt er das Innere des Brotes ohne Rinde. Da reisst er dann den Mund auf und versucht Riesenstücke abzubeissen. Da kann es schon mal passieren, dass Papas Finger mit im Mund landet.