Der beste Zeitpunkt für Kind und Familie


Neben einer günstigen Einplanung aus Sicht des Arbeitsumfeldes, sollten aber auch folgende Punkte aus Sicht des Nachwuchses, der Familie und des betroffenen Vaters berücksichtigt werden.

Nach meiner Meinung hat es Vorteile, die Vätermonate später zu nehmen. Auch wenn das Neugeborene hohe Ansprüche an die Pflege der Eltern hat, nimmt der Betreuungsaufwand eher zu, wenn das Kind nach ein paar Monaten zunehmend weniger schläft, immer mobiler wird (und seine Umgebung verwüstet) und schneller gelangweilt ist. Ein Gegenargument könnte sein, dass die ganz frischgebackene Mutter noch weniger geübt in ihrer Rolle ist und deshalb Unterstützung besser gebrauchen kann (wenn sie überhaupt während der Vätermonate auch daheim bleibt).

Sofern ein Kind gestillt wird, ist auch dies ein Aspekt. Vätermonate während der Stillzeit bedeuten, dass die Mutter dennoch mehr oder minder in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, weil das Kind ja eben gestillt wird (auch wenn das vielleicht nur noch einmal am Tag passiert). Ist das Kind schon abgestillt, besteht zumindest die Möglichkeit, dass die Mutter auch mal ein paar Tage Auszeit (z. B. für einen Kurztrip zu Freunden) bekommt, während derer der Vater das Kind betreut. Auch dies also ein Argument für spätere Vätermonate.

In die selbe Richtung geht auch die Überlegung, dass ein älteres Kind auch schon mehr kann und will, d. h. der Vater hat meiner Meinung nach mehr davon, wenn er mit dem Nachwuchs herumtollen und spielen kann.

Ausserdem sollte berücksichtigt werden, welche beruflichen Pläne die Mutter hat. Wenn die Mutter nach einem Jahr wieder in den Beruf einsteigen will, können die Vätermonate als eine Art Übergangsphase genutzt werden. Das geht aber natürlich nur, wenn sie im Anschluss an das erste Jahr, in dem die Mutter das Kind betreut, genommen werden.