Der beste Zeitpunkt für den Arbeitgeber


Natürlich hat der Arbeitnehmer das Recht, in Elternzeit zu gehen. Der Arbeitgeber kann sich also gegen die Vätermonate nicht wehren. Dennoch gebietet es die Fairness, die Belange des Arbeitgebers und der Kollegen bei der Wahl des Zeitpunktes zu berücksichtigen.

Zu berücksichtigen könnten beispielsweise folgende Randbedingungen sein:

- Wichtige Termine für den Arbeitgeber, die erhöhtes Arbeitsaufkommen verursachen (z. B. Abgabe-, Liefer-, Präsentations-, Messe-, Jahresabschluss-, Wirtschaftsplantermine). Die Vätermonate direkt direkt in solche arbeitsreichen Zeiten zu legen, ist keine gute Idee.

- Projektabschlüsse. Wenn ein Projekt ein definiertes Ende hat, dann wäre es doch vielleicht relativ schmerzfrei möglich, im Anschluss in die Vätermonate zu gehen und erst danach ein neues Projekt zu beginnen.

- Urlaubsphasen. Das kann unterschiedliches bedeuten. Wenn eine Firma z. B. im August Betriebsferien hat und drei Wochen geschlossen ist, dann schmerzt es auch niemanden, wenn die Vätermonate in diese Zeit fallen, im Gegenteil. Wenn sich im August alle Kollegen mit schulpflichtigen Kindern um die gegenseitige Urlaubsvertretung kloppen, dann schmerzt es durchaus, wenn die Vätermonate ausgerechnet auch im August genommen werden müssen.

Das sind sicher nur beispiele. Je nach Job gibt es aber wahrscheinlich doch überall Zeiträume, in denen die Vätermonate mehr oder weniger arbeitgeber- und kollegenverträglich sind. Dies zu berücksichtigen erhöht die Akzeptanz bei Vorgesetzten und Kollegen mit Sicherheit.

Wichtig ist sicher, das Thema möglichst frühzeitig beim Vorgesetzten anzusprechen, so dass die Abwesenheit geplant werden kann.