Vorbereitung auf die Partnermonate

Sooo viel Freizeit


In vielen Fällen werden die Anträge für die Vätermonate sicher zu einem Zeitpunkt gestellt, zu dem es ohnehin keinen Familienalltag mehr gibt. Sprich, der Nachwuchs ist gerade angekommen und von einem Rhythmus, in dem der Tag verläuft, kann kaum gesprochen werden.

Man sollte also gewarnt sein. Und doch besteht eine nicht unerhebliche Gefahr, die Vätermonate total zu verplanen. Man hat ja quasi unendliche zwei Monate Zeit, alles zu tun, wofür man die letzten zehn Jahre nie Zeit hatte.

Das kann dann schnell zu Frust und Ärger führen, weil das, was sich in zehn Jahren ansammelt, auch für zwei Monate zu viel ist, und, weil die Vätermonate nicht so verplant werden können, wie Männermonate (ohne Kind). Der Nachwuchs fordert auch ein gewisses (grösseres) Maß an Zeit, und wer in den Vätermonaten nicht alles der Mama überlassen will, wird hier einiges der kostbaren Zeit lassen.

Kurz: Man kann sicher in der Zeit manches machen, was man schon länger tun wollte, aber sicher nicht alles.
Weniger vornehmen, mehr Zeit für die Familie.

Neue Aufgabenverteilung


Nicht zu unterschätzen ist die mit dem Beginn der Vätermonate verbundene Umstellung der häuslichen Aufgabenverteilung. Egal, welche Pläne die Mama für die Zeit, in der Papa daheim ist, hat (arbeitet sie oder nicht), eine Umstellung wird es schon geben.
Wer kennt nicht Loriots "Papa ante portas", in dem Herr Lohse in den wohlverdienten Ruhestand geht und die Familie zum Wahnsinn treibt. Auch wenn es nicht ganz so schlimm kommt, ändert sich die Verteilung der täglichen Aufgaben wahrscheinlich doch, wenn der Herr im Haus ist. Wer sich um Haushalt, Einkäufe, Bügeln, Wickeln oder Füttern kümmert sei dabei mal dahingestellt.

Es sei jedenfalls mal gesagt: Auch Väter, die schon oft gewickelt, gefüttert und ins Bett gebracht haben, werden sich wundern. Diese Tätigkeiten "mal" zu machen ist deutlich anders als einen ganzen Tag den Plan im Kopf zu haben, wann was angesagt ist, um den Nachwuchs vor dem Meltdown zu bewahren. Und bei einem Tag kümmert man sich ja meist noch nicht mal um Nachschub, sprich man nimmt Gläschen aus dem Kühlschrank und frisch gewaschene Strampler aus dem Kleiderschrank. Wie diese Sachen dahin kommen, interessiert dabei noch nicht.

Also, es wird sich was ändern. Klare Absprachen, wer was wann tun soll, helfen sicher.